Grundlagen des Präsentationsdesign

Präsentationen sind nicht jedermanns Sache. Viele Menschen werden nervös wenn sie vor Leuten im Rahmen einer Präsentation sprechen müssen. Und noch viel mehr Leute langweilen Menschen mit ihren Präsentationen.

Jeder kennt sie. Die Typen die vor einer Leinwand stehen, im Hintergrund eine Präsentation die den Namen nicht verdient hat. Und die Person redet und redet und redet. Doch nicht etwa spannende Dinge, nein sie quält einen mit dem einfachen Ablesen der Stichworte auf der Präsentation.

Für Matthias Pöhm, ein Rhetoriktrainer aus Gossau, war das ganze sogar so schlimm, dass er die APPP gegründet hat. Eine Anti-Powerpoint-Partei. So weit wollen wir hier aber nicht gehen. Denn Powerpoint oder Keynote sind durchaus wirkungsvolle Instrumente bei Präsentationen, wenn sie richtig genutzt werden. Eine Anleitung für weniger PPT-Blabla und mehr Visualisierung in den Präsentationen:

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Employer Branding

Bildquelle: Thēo via Compfight cc

Spricht man von einem modernen Arbeitgeber, kommt man heute um das Stichwort „Employer Branding“ (oder zu Deutsch: Arbeitgebermarkenbildung) herum. Darunter versteht man eine unternehmensstrategische Massnahme, bei der sich ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darstellt und von Konkurrenten positiv abhebt. Dies geschieht mittels Konzepten aus dem Marketing, insbesondere der Markenbildung. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist es für ein Unternehmen wichtig, Employer Branding zumindest ansatzweise zu betreiben, um qualifiziertes Personal zu rekrutieren.

Andere Studienergebnisse (StepStone) werden in folgendem Video zusammengefasst:

Möchte sich ein Unternehmen etwas intensiver mit dem Thema Employer Branding auseinandersetzen, empfiehlt sich eine sorgfältige Planung, welche sich an der Empfehlung von Clockwise Consulting orientiert:

Es beginnt alles mit der Frage: ‚Bin ich ein attraktiver Arbeitgeber?‘ Wie die Expertin Sabine Hockling der Zeitung Zeit erklärt, lässt sich dies mit einigen Fragen beantworten:

  • Wie viele Bewerbungen erhalten Sie pro Stellenausschreibung?
  • Wie ist die Passgenauigkeit der Bewerbungen?
  • 
Wie hoch sind Ihre Kosten, um eine Stelle zu besetzen?
  • Wie lange benötigen Sie, um einen geeigneten Kandidaten zu finden?
  • Wie lange benötigen Sie, um den neuen Mitarbeiter einzuarbeiten?
  • 
Sind die Mitarbeiter immer ausreichend kompetent?
  • Wie hoch sind Ihre Weiterbildungskosten?
  • Wie ist die durchschnittliche Leistung Ihrer Mitarbeiter?
  • Wie hoch ist die Fluktuationsquote in Ihrem Unternehmen?
  • Und wie die Quoten bezüglich Krankheiten und Fehlzeiten?

Durch die Beantwortung dieser Fragen lassen sich auch Stärken und Schwächen des Unternehmens in Bezug auf das Personal herausschälen. Dank dieser Erkenntnisse lässt sich im Anschluss eine Strategie und Massnahmen entwickeln. Dies kann gemäss Hockling auch durch weitere Fragen wie „Bin ich für meine relevante Zielgruppe attraktiv?“ oder „Biete ich Angebote zum Arbeiten im Home-Office und unterstützen Sie andere Work-Life-Balance-Maßnahmen, die es bei den Mitbewerbern nicht gibt?.

Was heisst das nun konkret?

Die meisten werden nun Employer Branding eher mit einem Grossunternehmen in Verbindung bringen. Doch auch KMU können punkten – beispielsweise durch persönliche Beziehungen, die dort eher möglich sind. Wichtig ist als erster Punkt, dass man als Unternehmen seine Zielgruppe – in diesem Fall also die potenziellen Arbeitnehmer – mit ihren Wünschen und Bedürfnissen kennt und auf diese gezielt eingeht. Bereits kleine Massnahmen können einen positiven Einfluss auf das Image als Arbeitgeber haben, wie folgendes Beispiel zeigt:

Das Webdesign Büro „Ginetta“ in Zürich beschäftigt in einer 40%-Anstellung einen eigenen Koch, welcher sich um das leibliche Wohl der acht Mitarbeiter kümmert. Diese erhalten Mittagessen, Getränke, Kaffee und Snacks kostenlos. Die Geschäftsleitung ist vom Mehrwert an die Lebensqualität der Mitarbeiter überzeugt und im Gegenzug sind diese motivierter und leisten bessere Arbeit. (Das gesamte Interview kann man auf dem Blog von Claudio Schwarz nachlesen.)

Fazit

Gibt man in der Suchmaschine mit dem grossen „G“ das Stichwort Employer Branding ein, werden dutzende Links zum Thema ausgespuckt. Auch Bücher und ganze Studien handeln davon. Wie man sieht, ist es also eine sehr umfangreiche Angelegenheit, die ein engagierter Arbeitgeber  beachten sollte. Auch für kleine und mittlere Unternehmen gibt es realistische Möglichkeiten, sich besser zu positionieren, indem man beispielsweise Home-Office-Tage anbietet oder sich in einem Stelleninserat auch mit einer ansprechenden Firmenkultur präsentiert.

Was halten die Unternehmen in Graubünden und die Leser dieses Blogs von Employer Branding – Notwendigkeit oder Modeerscheinung? Und wie würdet ihr euch mit einfachen Mitteln bei den Arbeitnehmern positionieren?


Social Recruiting: Sonderfall Schweiz

Die überschaubare Schweiz tut sich seit jeher schwer mit den eigenen kulturellen Unterschieden. In einigen Bereichen klafft der Röstigraben immer noch tief. Da kommen uns doch die weltenbürgerlichen sozialen Medien gerade recht. Das bringt uns alle näher zusammen.

Denkste!

Entgegen dem verbindungsstiftenden Ruf, macht auch im Internet jeder sein Ding. Zum Beispiel auf beruflichen Plattformen: Die Franzosen und Romands suchen ihren Arbeitgeber auf Viadeo. Deutsche und Deutschschweizer networken auf Xing. Come on! Da könntet ihr mal was zusammen machen und legt euch stattdessen Steine in den (sonst schon steinigen) Weg.

Für die Statistiker

Die Zahlen sprechen Bände. Wir werfen einen Blick in Google Trends.

Vergleich Schweiz: Xing, Viadeo

Regionales Suchvolumen 2006-2013. Quelle: Google Trends

Natürlich wiederspiegelt das Suchvolumen nicht eins zu eins die Mitgliederzahlen der einzelnen Netzwerke. Trotzdem lässt das Suchverhalten der User auf deren Nutzung schliessen.
Xing spielt in der Deutschschweiz eine dominante Rolle. Und Viadeo seinerseits in der Westschweiz.

Der lachende Dritte

Wie so oft, lohnt sich ein zweiter Blick. Denn die Suchbegriffe Xing und Viadeo scheinen seit einer Weile zu stagnieren. Und wer zieht unbeachtet auf der Überholspur an ihnen vorbei? Ihr ahnt es, unser Freund aus Mountain View, CA: LinkedIn.

Dieselbe Entwicklung beschreibt der Digital Marketing Spezialist Hervé Peitrequin in seinem Blog. Er beobachtet eine Verschiebung von Xing resp. Viadeo zu LinkedIn.

What’s next?

LinkedIn ist der klare Global Player und wird es wohl auch in Zukunft bleiben. Aber es ist bei weitem nicht das Gelbe vom Ei. Denn Regionalität spielt eben auch im globalen Internet (immer noch) eine grosse Rolle. Zumindest bis wir es besser wissen, werden also die kleineren Netzwerke Ihren Teil vom Kuchen einfordern. Oder vielleicht steigt ja demnächst noch ein neues Wesen aus dem Professional-Social-Networking-Sumpf auf..?

LinkedIn: Wie weiter?

Auf welche Plattformen soll man in Zukunft setzen?

Quoi faire?

All das Gerede ist ja gut und recht. Aber was bedeutet es konkret für euch Stellensuchende und Recruiter? Sollten wir einfach alle auf LinkedIn umsteigen und basta? Wozu die ewige Parallelbetreuung von Profilen?

Für Unternehmen, welche über die Sprachgrenze hinaus rekrutieren, ist eine Mehrfach-Präsenz halt nun mal Pflicht. Dasselbe gilt natürlich für Stellensuchende. Allen anderen kann man schlicht und einfach die persönliche Erfahrung ans Herz legen. Jede und jeder muss selber herausfinden, auf welchen Plattformen er die beste Resonanz erzielt. Hier gilt wie so oft: Probieren geht über Studieren resp. Expérience passe science oder eben The proof of the pudding is in the eating.

Und, wie hat euch der Pudding geschmeckt? Welche Bedeutung haben die jeweiligen Plattformen für euch persönlich? Oder findet ihr, das Thema wird unnötig hochstilisiert?


Monitoring: Zeig mir wie es um mich steht

Konsumenten nutzen immer öfter Social Media Plattformen, um über Unterhemen, Marken oder Produkte zu diskutieren. Diese Beiträge von Internetnutzern, bekannt als  „User Generated Content“, beeinflussen die Kaufentscheidungen von anderen Nutzern zunehmend.

Wer die Diskussionen im Internet mitverfolgen und  nicht allein den Usern überlassen will, betreibt Social Media Monitoring. Kurz gesagt ermöglicht Monitoring auf relevante Inhalte zu reagieren und gegebenfalls entsprechende Massnahmen einzuleiten.

Übrigens wird auch in der Politik zunehmends Monitoring betrieben. Denn wie sonst hätte Barack Obama damals noch einen Überblick über seine breitgestreute Online Kampagne für seine Präsidentschaftswahl bewahren können?
Aber bei diesem Blog Post soll es nicht um den Gewinn von Wählerstimmen gehen, sondern um die Einsatzmöglichkeiten von Monitoring für KMU’s.

In Unternehmen sind eigene Social Media Marketing Massnahmen längst keine Seltenheit mehr. Da die Budgets für diesen Bereich steigen, wird auch die Nachfrage nach messbaren Ergebnissen grösser. Das Wissen, was Nutzer über das eigene Unternehmen schreiben, welche Erwartungen sie an dessen Engagement haben und wie es um die eigene Reputation steht, wird immer zentraler. Dies ist aus meiner Sicht auch gerechtfertigt. Denn jetzt mal ganz ehrlich: Wer von Euch hat nicht schonmal seine Meinung auf einer sozialen Plattform kundgetan über eine Marke oder ein Produkt, ob im positiven oder negativen Sinne? Jedenfalls ziehen 65% der 18-24 Jährigen die Informationen auf sozialen Plattformen hinzu, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

Mittlerweile benutzen die etwa Hälfte aller Unternehmen in Deutschland Social Media, laut einer Studie vom Hightech-Verband Bitk0m. Die drei Hauptgründe dafür sind die Steigerung des Bekanntheitsgrades (82%), die Gewinnung von Neukunden (72%) und die Pflege von Kundenbeziehungen (68%).

http://www.viralblog.com/social-media/your-guide-to-88-social-media-monitoring-tools/

Monitoring Tools

Einige Kleinunternehmen haben jedoch nicht die finanzielle Möglichkeit jemanden extra dafür einzustellen welcher das Geschehen im Netz mitverfolgt. Ein Monitoring Tool bietet sich dafür gerade an. Lawrence hat Euch im letzten Jahr bereits einige gute Tools vorgestellt.

Ein Monitoring Tool kann nicht nur dabei helfen, die im Web verbreiteten Inhalte zu erfassen:

  • Zielgruppen können erfasst werden
  • neue Kunden können dank Zielgruppenanalyse gewonnen werden
  • die Meinungsführer können ausfindig gemacht werden
  • Es ist möglich die Wahrnehmung eines Produkts auf die Kunden zu ermitteln
  • Es erlaubt einen Überblick über den Wettbewerb
  • bessere Kommunikation

Wobei auch zu sagen ist, dass manche Benutzer von Monitoring Tools über Feinheiten unserer Sprache klagen bei der Verarbeitung der Informationen. Da stösst die Leistungsfähigkeit dieser Tools an eine natürliche Grenze. Um diese zu überwinden braucht es zusätzlichen Arbeitsaufwand, den sich Kleinunternehmen oft nicht leisten können. Auch wird beim Social Media Monitoring nur der User Generated Content ausgewerten, nicht aber kommerzielle Berichte sowie News.

„Social Monitoring ist mit Sicherheit nicht nur für größere Unternehmens spannnend. Jedes Unternehmen, welches über Web-Controlling seine Aktivitäten besser und effizienter steuern kann, wird Vorteile haben und sich in die richtige Richtung weiterentwickeln können. Insbesondere kleinere und mittlere Betreiber von Shops müssen effizienter werden und sich differenzieren. […]“ Thomas Ottersbach

Den Schritt wagen

Es gibt einige Unternehmen welche bewusst noch nicht auf Social Media Plattformen aktiv sind… Im Netz wird jedoch trotzdem über diese Firmen gesprochen. Aktives Zuhören und Mitreden lohnt sich: Denn Monitoring hilft nebst der Marktforschung auch Risiken und Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Was könnten andere Gründe dafür sein, online nicht aktiv zu sein?


Gefährlich: Wenn KMUs auf Wolken schweben

Geheimagent mit Waffe

Achtung! Geheimdienste können auf die Daten von Cloud-Speicherdiensten aus den USA zugreifen.

Betreibt Ihr Unternehmen  eigene Datenserver oder setzt Ihre Firma auf Cloud-Computing? In den populär gewordenen Clouds (englisch für «Wolke») stehen heutzutage viele Gigabytes Online-Speicher für wenig Geld zur Verfügung. Zahlreiche Privatpersonen nutzen den Speicherplatz in einer Wolke, sei es um Dateien mit Freunden auszutauschen, Files zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren oder um ein Backup von den eigenen Daten zu erstellen. Alles Services die auch Unternehmen benötigen. Bis vor ein paar Jahren waren dafür noch teure Server-Infrastrukturen nötig. Warum als KMU nicht auch die Daten in eine billige Cloud schmeissen?

Kundendaten vor Schnüffler schützen
Im Gegensatz zu Privatpersonen verarbeiten Unternehmen oft schützenswerte Daten, deren Gebrauch dem Datenschutzgesetz unterliegt. Die Speicherung dieser persönlichen Daten in einer Cloud ist laut dem Portal e-recht24.de vor allem wegen dem Standort der Datenserver problematisch und wohl sogar illegal. In den USA, wo nach Wikipedia 90% der Cloud-Infrastruktur steht, kann sich etwa die C.I.A. mithilfe des Patriot-Acts Zugriff auf die Dateien in einer Cloud verschaffen.

Süsse Versuchung - Verschlüsselte Dateien führen den Cloud-Anbieter nicht in Versuchung.

Süsse Versuchung – Verschlüsselte Dateien führen den Cloud-Betreiber nicht in Versuchung.

Vertrauen ist gut, Verschlüsselung ist besser
Die am weitesten verbreiteten Cloud-Dienste wie Google-Drive, SkyDrive und DropBox weisen neben den ungünstigen Serverstandorten noch eine weitere Schwäche in Sache Datenschutz auf: Die zu speichernden Dateien werden unverschlüsselt auf den Servern der Dienstanbieter abgelegt. Cloud-Speicherdienste sollten die Daten noch auf dem Computer des Anwenders transkribieren und die Daten verschlüsselt abspeichern. So kann der Speicherplatz-Anbieter in keinem Fall auf die hinterlegten Daten zugreifen.

Die weniger Bekannten sind die Seriösen
Im Allgemeinen sind die kleineren europäischen Cloud-Speicherdienste besser im Daten schützen als die grossen US-Firmen. Ein KMU sollte einen Cloud-Speicherdienst also unbedingt gewissenhaft auswählen. Ein seriöses Angebot zeichnet sich primär durch zwei Eigenschaften aus: Der Anbieter sollte dem europäischen Datenschutzrecht unterliegen (keine Server in den USA) und eine sichere Verschlüsselung der Dateien noch auf dem Client (PC, Laptop, Smartphone) sicherstellen. Es gibt verschiedene Anbieter, welche diese Voraussetzungen erfüllen. Ich verwende für meine persönlichen Dateien das Telekom Mediencenter, da ich in diesem Fall auf die deutschen Datenschutzgesetze und Serverstandorte vertraue.

Gehören Sie (noch) zu den Dropbox-User, die ihre Daten direkt ans FBI senden? Auf welcher Daten-Wolke schwebt Ihr Unternehmen?

Weitere Cloud-Speicherdienste nach europäischem Recht, welche  auch Gratis-Speicherplatz für Privatpersonen anbieten:

Tipp für Faule: Wollen Sie Ihrem Cloud-Anbieter treu bleiben und trotzdem den Schutz Ihrer Daten verbessern? Mit BoxCryptor  steht Ihnen ein Gratis-Tool zur Verfügung, welches die Dateien auf Ihrer Dropbox, Google-Drive, etc. vor dem Hochladen verschlüsselt.


KMU Tipp 1 – Corporate Blog. Sex, Drugs & a dead Body.

Bloggen nervt. Ja, ja ich weiss. Nicht unbedingt förderlich, einen Beitrag über Corporate Blogging so zu beginnen. Aber lassen Sie mich das erklären. Bloggen nervt mich wirklich. Im ganzen Tümpel der unermüdlichen Selbstinszenierung im Web bloggt die Nachbarstochter über ihre Justin Bieber Liebe genauso ambitioniert wie der Bauernvorstand des hiesigen Dorfes über die Apfelernte 2013. Betty Bossi bloggt über kalorienarmen Rhabarberverzehr. Die SBB über Gruppenetiketten. Jeder hat das Gefühl, dass die ganze Welt an seinen wichtigen Gedankenwirrungen und Irrungen teilhaben muss. Wir sind sowieso schon gezwungen, tagtäglich unsere Infos aus dem Web, Zeitungen, TV, ja sogar aus unserem sozialen Umfeld herauszufiltern, um nicht an einer Überdosis Reizüberflutung ohnmächtig vom Bürostuhl zu kippen. Dies erfordert Zeit. Und Geduld. Und beides ist bei mir nicht gerade in übermässigen Mengen vorhanden. Bei Ihnen bestimmt noch viel weniger.

Nehmen Sie sich trotzdem kurz Zeit für das Thema Blog. Es lohnt sich. Versprochen.

Überwindet man erst einmal den inneren Sauhund und nimmt sich für dieses Thema ein bisschen Zeit, lernt man die Vorzüge des Blogs kennen. Mittels ihrer Webseite vermitteln Sie Informationen. Informationen bleiben jedoch weniger im Gedächtnis des Lesers haften, als aussagekräftige Bilder. Oder Geschichten. Ein Beispiel: Erzähle ich Ihnen, dass ich eine unbeschwerte Kindheit auf dem Land verbracht habe, haben Sie dies morgen wieder vergessen. Eine Geschichte dazu: Ich wollte als Kind unbedingt Tierärztin werden. Unsere Katzen haben unzählig viele tote Mäuse mit nach Hause gebracht, welche meine Mutter zu meinem Leidwesen immer fachgerecht entsorgt hat. Einmal war ich schneller. Damit ich die Maus später sezieren konnte, habe ich sie im Tiefkühler versteckt. Und dort leider vergessen. Bis meine Mutter eines Tages zwischen gefrorenen Heidelbeeren und Apérohäppchen den freudigen Fund gemacht hat. An diese Anmerkung werden Sie sich bestimmt auch noch morgen erinnert, wetten?

It's a cold world

It’s a cold world.

Weg von der Selbstinszenierung hin zur Charakterbildung

Was ich damit sagen möchte: Auf ihrer Webseite haben Sie die Möglichkeit, Informationen zu publizieren. Auf einem Blog haben Sie die Chance, Geschichten zu erzählen. Geschichten zu Ihrem Geschäftsalltag, spannende Hintergründe zu Ihren Produkten oder Wissenswertes über Ihre Dienstleistungen. Und damit sind nicht Tipps zum kalorienarmen Rhabarberverzehr gemeint. Sonder kuriose, spannende, unterhaltsame Anekdoten und Erfahrungen aus ihrem Unternehmensalltag, welche Sie sonst nur beim Znacht oder am Stammtisch erzählen. Es geht nicht um eine gestellte Selbstinszenierung, sondern darum, ihrer Unternehmung ein Ich, einen authentischen Charakter zu verleihen.

Beim Bloggen beachten:

      • Gehen Sie strukturiert vor. Sammeln Sie Ideen für mögliche Inhalte. Überlegen Sie sich auch, für wen Sie die Einträge schreiben und wie Sie mit dieser Zielgruppe real kommunizieren würden. Natürlich eignet sich der Blog auch für Produkte- oder Dienstleistungsinformationen Ihrer Unternehmung. Aber verpacken Sie diese auf eine unterhaltsame Weise.
      • Schreiben Sie regelmässig.
      • Schreiben Sie prägnant.
      • Setzen Sie Fotos geschickt ein.
      • Ratschläge und Inputs nur dann publizieren, wenn Sie wirklich einen Neuigkeitswert haben.

Tönt alles super, aber Sie haben keine Zeit? – Abgeben statt selber machen.

In jeder Unternehmung ist es völlig normal, die Aufgaben noch Kompetenzen zu verteilen. Wieso sollte es beim Corporate Blog anders sein: Bloggen kann jeder, aber nicht jeder kann es gut. Ein guter Blog braucht Zeit, gute Vorbereitung und Musse. Wenn Sie weder Zeit noch Lust haben, sich mit dem Aufbau oder dem Unterhalt eines Blogs herum zu schlagen, delegieren Sie. Stellen Sie ein Student ein. Einer der Ihnen den Blog einrichten und gute Artikel schreiben kann. Einer, der die neusten Entwicklungen und Möglichkeiten im Web kennt. Denn es braucht nicht immer ein dead Body um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eine gute Umsetzung des Inhalts kann schon Wunder wirken.

Zum Schluss noch dies, Part II

Was nun der Corporate Blog mit Sex und Drogen zu tun hat? Nichts. Aber geben Sie es zu. Es hat schon wieder gewirkt! (Siehe Sex, Drugs & Multimedia) Danke fürs lesen!


Mobilisierung: Wie Sie die sprunghaften User bändigen

Es ist handlich, allwissend, vernetzt uns mit der Welt und praktisch jeder hat eins: das Handy. Mobiltelefone sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken und so auch unverzichtbar als Kommunikationsinstrument für Firmen mit ihren Kunden.

Mobilisierung

Die Mobilisierung ist kein neues Phänomen. Mit der Lancierung des ersten iPhones im Jahr 2007 setzte sie rasend schnell ein. Die webbasierten Aktivitäten von Unternehmen – bisher auf dem Internet von Desktop-PCs stattfindend – weiteten sich auf Smartphones und später Tablet-PCs aus.

Nebst den kleineren Bildschirmen ist das veränderte Nutzungsverhalten entscheidend für die Unternehmen. Die Nutzer sind im Zug, am Schlange stehen bei Starbucks oder am Bierchen trinken am See. Unterwegs mobil sein bedeutet gleichzeitig auch abgelenkt, ungeduldig, sprunghaft und fahrig zu surfen. Für eine Firma müssen demnach die Usability (Benutzerfreundlichkeit) und die User Experience (Nutzererlebnis) im Vordergrund stehen.

Die Qual der Wahl: App oder Mobile optimierte Website

Google Play Store: Top kostenlose Shopping-Apps

Screenshot Google Play Store: Top kostenlose Shopping-Apps (29.05.2013)

Das Spektrum, um die Nutzer bei Laune zu halten oder sie anzulocken ist beinahe grenzenlos. Wer Geld und Personalressourcen hat, kann eine App entwickeln (lassen). Apps sind zwar an ein Betriebssystem gebunden, können dafür alle technischen Möglichkeiten, wie Kamera oder Adressbuch, eines Smartphones nutzen. Einmal installiert, ist die App mit einem Icon auf dem Handy jederzeit wieder auffindbar.

Der Aufwand für eine App ist gross. Deshalb sollte dieser Schritt gut überlegt werden und vor allem der Nutzen der App klar gegeben sein. Können zum Beispiel Informationen wie Öffnungszeiten dank einer App und deren Zugriff auf GPS-Daten einfacher abgefragt werden? In diesem Fall ist eine App eine gute Wahl. Wer bloss ein paar simple Informationen zu vermitteln hat, ist mit einer Website besser bedient.

Wer Inhalte zu bieten hätte, aber über weniger Budget verfügt, kann seine bereits vorhandene Website mit ein paar Media Queries für den mobilen Gebrauch optimieren. Wird die Website neu erstellt, sollte unbedingt an die unterschiedlichen Nutzungsweisen auf den verschiedenen Endgeräten gedacht werden.

QR-Codes als crossmediales Marketinginstrument

Screenshot von qrcode-generator.de

Screenshot von qrcode-generator.de

Quick Response-Codes, umgangssprachlich nur QR-Codes genannt, sind ein beliebtes Marketinginstrument, um Betrachter von Plakaten und Anzeigen crossmedial auf eine Website zu locken. Durch die Interaktivität des Fotografierens wird eine bewusste Aktion geschaffen, die der Bindung zum Unternehmen dient.

Die inflationäre Anwendung von QR-Codes führte in letzter Zeit jedoch zu einer abwehrenden Haltung. Deshalb ist es umso wichtiger, den QR-Code nicht als nettes Schmuckstück eines Plakates einzusetzen, sondern Mehrwert zu bieten und den Nutzer in seinem Interesse zu bestätigen und ihn zu überraschen. Anstelle eines QR-Codes kann zum Beispiel eine (gratis) SMS-Interaktion angebracht sein.

Altbewährtes bleibt gut: Social Media
Nebst den genannten Optionen können auch die bewährten Social Media-Plattformen Facebook und Twitter die Firmenkommunikationsaktivitäten unterstützen. Für absatzorientierte Ziele bietet Foursquare mit dem Einchecken an Orten und der Verlinkung zu Specials von Firmen an diesen Orten eine gute Plattform. Gerade in der Schweiz können sich Firmen über Foursquare noch profilieren. Eine Analyse für Restaurants, Bars und Cafés in den zehn grössten Städten der Schweiz hat gezeigt, dass Checkins bis anhin wenig belohnt werden.

Auf welches Pferd setzen?
Welche Methoden sich eignen, ist von verschiedenen Kriterien abhängig: anzubietende Inhalte, verfolgte Ziele, anzusprechende Zielgruppe und nicht zuletzt vom Budget.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Lohnen sich Apps für KMUs? Und wie habt ihr entschieden, welche Möglichkeiten ihr nutzt? Teilt eure Erfahrungen in der Kommentarfunktion mit uns.


Weiterführende Links
CSS media queries, Mozilla Developer Network
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